Öle – Qualität und Bezug

Sucht man Im Internet nach ätherischen Ölen oder Aromatherapie, so bekommt man  eine schier unendliche Mange an Treffern. Und die Bandbreite der Ergebnisse macht sehr schnell klar, dass da sicherlich nicht alle von „dem selben“ reden. Zumindest nicht was die Qualität der Öle angeht.

Am schnellsten springt einem meist der Preis ins Auge, doch die Unterschiede bei den Ölen gehen viel, viel tiefer. Aber natürlich hat auch hier Qualität ihren Preis.

Was macht den Unterschied in der Qualität?

Allein aufgrund der unterschiedlichen Pflanzenmengen (und deren Ergiebigkeit) die für die Gewinnung notwendig sind, variiert der Preis recht stark. Dazu kommt natürlich, wie schnell, bzw. einfach sich die Pflanzen ziehen lassen.

Entscheidender sind aber die Unterschiede in der Qualität. Und zwar über die gesamte Produktion: von der Aussaat bis zur Abfüllung.

Ölflaschen verschiedener Hersteller und Unterschieden in Qualität und Bezug

Da es sich um ein Naturprodukt handelt, lässt sich die Qualität aber nicht so recht in Normen und Verordnungen fassen. Die gesetzlichen Grundlagen sind dementsprechend mit reichlich Spielraum, bzw. Grauzonen ausgestattet, so dass man sich nur eingeschränkt auf das Etikett verlassen kann. So müssen in vielen Ländern in einem biologischen (bzw. kontrolliert biologischen) Öl mindestens 95% organisches Material sein. In anderen Ländern mal mehr, mal weniger. Es können hier also bis zu 5% „irgendetwas“ drin sein. Will ich so etwas mir oder meiner Tochter geben? Sicherlich nicht.

Auch bei anderen Bezeichnungen wie „100%“, „ätherisches Öl“ usw. hat der Hersteller gewisse Spielräume, die sich, je nach dem wie man die Bezeichnungen kombiniert noch einmal weiter ausdehnen lassen.

Ähnlich wie bei vielen Lebensmitteln ist mir bei den Ölen „bio“ nicht gut genug. Denn was als „bio“ im Supermarkt liegt, ist häufig nicht das was man selbst als „bio“ versteht. Speziell dann, wenn drauf steht „Bio laut Verordnung….“.

Was ist wichtig?

Bei den ätherischen Ölen ist es mir von daher sehr wichtig, dass sie nicht nur „bio“ sind, sondern „bio-dynamisch“, oder vergleichbar. Und dass ich ein Vertrauen zu der Herstellerfirma, bzw. dem Lieferanten habe. Dabei geht es um mehrere Punkte:

  • Nicht-Inhaltsstoffe: Für mich muss garantiert sein, dass es keinerlei Pestizide, Insektizide oder ähnliches verwendet werden. Auch keine „schwächeren“ oder „nicht mehr x Wochen vor der Ernte“. Denn Rückstände hinterlassen sie leider alle.
  • Inhaltsstoffe: Sobald es nicht mehr nur um den Duft, sondern um eine spezielle Wirkung geht, sollten bestimmte Inhaltsstoffe auch in dem Öl sein. Das heißt, das Öl sollte auch darauf kontrolliert sein! Da viele der Pflanzen die Öle zum eigenen Schutz herstellen, ist es eben auch wichtig dass sie nicht versorgt und behütet werden, sondern möglichst „wild“ aufwachsen und von der Umwelt gefordert werden ihre eigenen Abwehrkräfte zu entwickeln.
  • Aufzucht aus Saatgut: Stecklingsvermehrung geht schneller. Aber die Aufzucht aus Saatgut garantiert eine breite genetische Vielfalt. Insbesondere wenn noch Wildsammlungen dazu genommen werden. Nochmals: wenn es mir nur um einen netten Duft geht, kann ich in der Qualität abstriche machen, wobei auch der Duft eben mehr oder weniger gesund sein kann. Wenn ich aber z.B. ein Öl unterstützend zum Antibiotikum einsetzte, dann möchte ich eine möglichst breite genetische Vielfalt haben, damit Resistenzen erschwert werden, und eine starke Multitarget-Therapie umgesetzt werden kann.
  • Transparenz: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dies sollte jederzeit möglich sein, auch vom Endanwender. Firmen die hier abblocken, sind ein „no go“ für mich.

 

Fazit:

Es gibt die verschiedensten Hersteller und Qualitäten auf dem Markt. Letztendlich hängt die Entscheidung von vielen Faktoren ab, und muss individuell getroffen werden. Aufgrund der Vielfalt am Markt und der Vielfalt an Bedürfnissen, ist es nicht möglich ganz pauschale Aussagen zu treffen. Bei Fragen zu Qualität, Beschaffung und Anwendung stehe ich aber gerne zur Verfügung – kostenlos und unverbindlich. Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf.