Honig – genieße das Leben & Lebe den Genuss

Honig auf einer Waffel

Kommen wir langsam zu dem leckeren Teil der Apitherapie: dem Honig. Und Honig bedeutet: Genieße das Leben! Im ersten Teil habe ich ja schon etwas über die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs erklärt, in diesem BlogPost geht es um:

Qualität,           Lagerung,           Honigsorten

Qualität des Honigs

Honigwabe im Rahmen

Für die Qualität des Honigs sind mehrere Faktoren verantwortlich:

  • zum einen natürlich die Umgebung in der die Bienen leben und Nektar sammeln
  • zum anderen die Bienenhaltung und die Arbeit des Imkers
  • und zum dritten die Lagerung des Honigs

Was bedeutet das im Klartext? Nun, der Honig sollte:

  • reif, schonend, hygienisch und einwandfrei gewonnen werden.
  • aus einer natürlichen / ökologischen, bienengerechten Umgebung kommen.
  • kühl (10-15°C) und Lichtgeschützte gelagert werden.
  • nicht unnötig und unkontrolliert Erwärmt werden.
  • im Idealfall ein Gütesiegel für Produkte in „Apitherapie-Qualität“ haben.

Aus Therapeutischer Sicht wäre es natürlich optimal, wenn es für jeden Honig ein Analysezertifikat geben würde, welches man als Käufer einsehen kann. Aber für die allermeisten Fälle wäre das unnötig und übertrieben. Ausserdem würde dies den Honig nur verteuern, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu haben.
Kennt man die grundsätzlichen Inhaltsstoffe der verschiedenen Honigarten, so lässt sich dieser schon sehr gezielt einsetzten. Und für die meisten Menschen reicht es zu wissen, dass Honig gesund ist, und man sucht sich die raus, die schmecken.

Besser und hilfreicher ist es oftmals, einen Vertrauensvollen Umgang mit dem Imker zu pflegen, und dessen Ansprüche und Sichtweisen zu kennen. Das sagt oft mehr über den Gesamtzustand seiner Produkte aus, als Zertifikate.

Eigene Bewertung der Qualität

Die Qualität können und dürfen wir zu einem gewissen Teil selber bewerten. Hilfreich ist da natürlich eine gute und offene Beziehung zum „Imker des Vertrauens“ vor Ort. Aber das ist natürlich nicht immer möglich. Bei der Etikettierung kann man schon auf ein paar Dinge achten, so gibt es offizielle Auszeichnugen und Bewertungen. Allerdings gibt es auch immer wieder Phantasie-Auszeichnungen und -Medallien. JedeR selbst kann aber auf folgende Punkte achten:

Honig im Glas mit einem Löffel
  • Allgemein: Ein Honig sollte sich in den folgenden Punkten bis zu einem gewissen Grade am „normalen“ für seine Art orientieren. Natürlich kann ein Naturprodukt immer mal wieder vom „Durchschnitt“ abweichen. Bei einer zu starken Abweichung soll und darf man den Imker oder Verkäufer nach den Gründen fragen. Gibt es hier keine klaren und nachvollziehbaren Erklärungen, dann lieber Finger weg! Regionale (meist Hobby-) Imker geben normalerweise sehr gerne und ausführlich Informationen über ihre Produkte.
  • Farbe: Honig gibt es in den veschiedensten Farben (siehe Foto unten), aber die Farbe sollte bis zu einem gewissen Grade sortentypisch sein (siehe unten).
  • Geruch: Auch hier gilt es auf unübliches zu achten. Ein untypischer Karamellgeruch deutet z.B. auf eine Überhitzung des Honigs bei der Verarbeitung hin.
  • Geschmack: Hat ein Honig z.B. einen metallischen Geschmack, war etwas mit den Lagergefäßen nicht in Ordnung.
  • Aroma: In einem Honig sollte sich immer auch das Aroma der Herkunftspflanzen befinden, z.B. bei Lavendel- oder Lindenblütenhonig. Ist der Honig nur süß und hat kein Aroma, dann stimmt vermutlich etwas nicht.
  • Zustand: Honig variiert zwischen flüssig und fest, transparent und undurchsichtig. Dies hängt auch mit der Kristalisation zusammen. Die Kristallisation hängt von verschiedenen Ursachen ab, ist aber ein ganz natürlicher Vorgang. Aber auch hier kann es zu untypischen / unüblichen Situationen kommen, die dann auffällig sind. Z.B. wenn ein Honig kristallisiert, der normalerweise nicht, oder nur schwer kristallisiert. Dies und auch die Gesamtkonsistenz kann an einem zu hohen Wasseranteil liegen. Das kann passieren wenn der Honig zu früh geerntet wurde, oder wenn er gestreckt wurde. Man kann zum Test ein Honigglas umdrehen. Steigt die Blase langsam auf, ist der Honig „reif“. Steigt sich recht schnell auf, ist vermutlich zu viel Wasser im Honig.
  • Lagerung / Verkauf: Honig mag weder Luft, noch Wasser, Hitze oder Licht. Steht er im Geschäft schön präsentier im Schaufenster (oder auf dem Markt) wo die Sonne drauf knallt, dann lieber Finger weg. Dunkle Gläser sind besser als transparente (weiße).

Leider gibt es aber auch Aspekte die die Qualität beeinflussen, die wir Verbraucher nicht „kontrollieren“ können. Z.B. die Frage, ob die Felder neben dem Bienenstock gespritzt werden, oder nicht. Von da her empfiehlt es sich eine vertrauensvolle und ehrliche Beziehung zum Imker aufzubauen.

An dieser Stelle noch ein Hinweis zu dem oft gerühmten Manuka-Honig: Es ist 5 – 6 mal so viel Honig im Verkauf, wie die Neuseeländer Imker überhaupt produzieren…

Die Lagerung

Cremehonig im Glas

Am besten bei 10-15°C, lichtgeschützt, und normaler Luftfeuchtigkeit (kleiner als 60%), und neutralem Geruch. Dann ist Honig über mehrere Jahre halt- & lagerbar, so dass auch in guten Jahren ein Vorrat angelgt werden kann.

Honig nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf, so dass in Räumen mit einer Luftfeuchtigkeit über 60% 

(alte Keller) sicher zu stellen ist, dass die Behälter Luft- & Wasserdicht sind. Ein Wachspapier zwischen Deckel und Kessel / Glas kann die Dichtigkeit erhöhen.
Je wärmer und heller Honig gelagert wird, um so eher dunkelt er nach. Im Dunkeln und bei 10-15°C bleibt die Farbe im Normalfall „normal“.

Die 10 – 15°C gelten natürlich für eine längere Lagerung der Vorräte. Ist ein Honigglas erst einmal angebrochen bleibt es natürlich in der Küche, „im Warmen“ stehen. Aber dann muss es ja auch nur noch Tage oder Wochen halten, und keine Jahre. 
Es macht aber durchaus Sinn sich im Keller einen kleinen Vorrat anzulegen: Bei einem so regnerischen Mai wie dieses Jahr geht der Honigertrag ganz schnell bergab. Dazu muss man wissen, dass die Honigsaison nur recht kurz ist. Ab dem Sommer bereiten sich die Bienen wieder für den Winter vor. Wenn dann der Mai oder Juni ausfällt gibt es keine gute Ernte, und am Ende bekommt man vielleicht gar keinen lokalen Honig mehr. 

Die Kristallisation von Honig ist ein natürlicher Prozess, der keinen Qualitätsverlust bedeutet. Die Kristallisation hängt vor allem ab von der Art des Honigs (Ursprungsmaterial, Verhältnis von Fructose zu Glucose), Zuckergehalt, Temperatur und Wassergehalt. Mit einer moderaten Erwärmung auf max. 40°C lässt sich der Honig zu einem großteil wieder verflüssigen. Ganz aufgelöst werden die Kristalle jedoch nicht.
Eine gelenkte Kristallisation ist z. B. der „Cremehonig“, bei dem durch wiederholtes Rühren eine beständige Feinkristallisation erreicht wird. 

Honig - genieße das Leben in den verschiedensten Varianten

Geschmacklich ist Honig genau so komplex wie Wein. Leider wird er oft nur als alternativer Süßstoff betrachtet, dabei hat er eine enorme kulinarische Vielfalt: mild, kräftig, würzig, bitter, blumig, und so weiter. Dazu kommen natürlich auch noch einmal die Sortentypischen Geschmacksnoten. Und wie bei jedem Naturprodukt: jeder Jahrgang ist anders. Dazu kommt, dass in der Regel auch die Sortenhonige nicht zu 100% Sortenrein sind. Das funktionier nicht bei einer relativ kleinteiligen Landwirtschaft wie in Europa, sondern nur bei riesigen Anbaugebieten, wo die Bienen nichts anderes wie den Hauptanbau finden können.
Geradezu gegenteilig ist ein Stadthonig, besonders wenn es einen Botanischen Garten gibt: durch die vielzahl exotischer Pflanzen wirkt er fast schon unnatürlich komplex.

Man spricht von einem „sortenreinen Honig“, wenn der Honig „ganz oder überwiegend“ von einer Pflanzenart kommt. Zur Bestimmung werden die Pollen im Honig analysiert und gezählt.

Verschiedene Honige können, aus therapeutischer Sicht, auch verschiedene Wirkungen haben.

Gläser mit verschiedenen Honigsorten

Die Grundannahme ist die, dass der Honig ähnliche Wirkung hat, wie die Ursprungspflanze. Das setzt aber vorraus, dass der Wirkstoff der Pflanze auch im Blütenbereich (Pollen oder Nektar) zu finden ist. Oder sich bei Honigtauhonig im Pflanzensaft befindet. Befindet sich ein Pflanzenwirkstoff nur in der Wurzel, so ist es unwahrscheinlich, dass dieser Wirkstoff auch in dem entsprechenden Honig zu finden ist. Das macht den Honig nicht schlechter, aber man muss sich diesem Umstand einfach bewusst sein.

Also lass Dich einmal ein, auf eine kulinarische Reise…

Die verschiedenen Honigsorten

Blütenhonig

Blütenhonig wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen. Das kann von Blumen, Stäuchern, aber auch Bäumen sein.
Am gänigsten ist der „normale Blütenhonig“, also eine Mischung aus den Blüten der verschiedensten Pflanzen (polyfloraler Honig). Gibt es eine ausreichend große Menge der selben Pflanze, dann ist auch ein Sortenhonig machbar. Das liegt daran, dass die Bienen „blütenstet“ sind. D. h., fangen sie mit (z.B.) Sonnenblumen an, dann bleiben sie auch bei den Sonnenblumen, so lange noch welche blühen. Wichtig für die Bestäubungsleistung, und wichtig für einen Sortenhonig.
Dementsprechend sind Sortenhonige nicht immer einfach zu bekommen, denn es muss von den Bienen genug gleicher Nektar eingetragen werden für eine eigene Schleudern.

À propos Schleudern: Schleudern ist normalerweise immer kalt. Wird ein Honig mit „kaltgeschleudert“ beworben, ist das nur Augenwischerei.

Akazienhonig oder Robinienhonig – das ist hier die Frage. Genau genommen wird der Honig aus dem Nektar der Scheinakazie oder eben Robinie (Robinia pseudoacaia) gewonnen. Die Imker dürfen je nach landesabhängigen Vorgaben meist beide Namen benutzen. Der „echte“ Akazienhonig wird meist aus Australien und afrikanischen Ländern importiert.

Farbe und Konsistenz: hellgelb und flüssig (bleibt in der Regel auch lange flüssig).
Geschmack: sehr mild, fein und lieblich im Geschmack.
Verwendung: gut zum Verrühren in Getränken, zum Kochen (verfeinern von Cocktails und Salatsoßen), süßen von Desserts und Tees, und Backen. 
Therapeutische Verwendung: Eingesetzt bei Erkältungskrankheiten, Sodbrennen, Magen-Darmbeschwerden (reizlindernd), Verdauungsträgheit, tonisierend für Leber und Nieren.
Besonderheit: Glykämischer Index in der Regel unter 50. Kann bei erhöhten Blutzuckerwerten und Diabetes eingesetzt werden.

Gibt es nur in Gebieten über 1500 Meter.

Farbe und Konsistenz: fast klare Transparenz, weißlich-gelbe Farbe. Bei der Kristallisation entsteht ein perlmuttfarbener Schleier.
Geschmack: Hat einen frischen, blumigen und nachhaltigen Geschmack. Wird „geliebt oder gehasst“.
Verwendung: Auf dem Brot und für traditionelle Gerichte aus den Alpen.
Therapeutische Verwendung: Ist kräftigend und stärkend.
Besonderheit:

Ist sehr wertvoll wenn er aus biologischem Anbau auf Streuobstwiesen kommt. Bei konventionell, industriellem Anbau eher vermeiden.

Farbe und Konsistenz: goldgelb bis gelb-grünlich
Geschmack: sehr süß, charakteristisches Apfelblütenaroma.
Verwendung: Brotaufstrich und zum süßen von Desserts.
Therapeutische Verwendung: Ist erfrischend und kräftigend.
Besonderheit:

Polyfloraler Honig, „Landschaftshonig“, bunt gemischte Nektarherkunft.

Farbe und Konsistenz: gelb-orange
Geschmack: mit aromatischem Geschmack.
Verwendung: für fast alles.
Therapeutische Verwendung: Stimuliert und normalisiert die Aktivität des Immunsystems. Reizlindernd bei Hals- und Magenbeschwerden. Antioxidativ, antibakteriell, zellprotektiv. Antientzündlich bei allergischen Reaktionen und Rhinitis.
Besonderheit: Kann eingesetzt werden, um bei allergischen Reaktionen zu desensibilisieren (Langzeitanwendung mit regionalem Honig).

Farbe und Konsistenz: Dunkle, braune Farbe, bis hin zu schwarz. Zähflüssig, kristallisiert grob aus.
Geschmack: Sehr eigener Geschmack: erdig-karamellig, getreideartige Geschmacksnote.
Verwendung: Durch den besonderen Geschmack vor allem in der Weihnachtsbäckerei beliebt.
Therapeutische Verwendung: Enzymatische und antioxidative Wirkung, milde östrogene Aktivität. Antibakteriell, reizlindernd und antientzündlich bei Wunden, Husten, Halsschmerzen und entzündlichen Magenerkrankungen.
Hohe Konzentration an Mikronährstoffen, fördert die Aufnahme von Calzium.
Nerventonikum bei Unruhe, Stress und Überlastung. Stimuliert das Immunsystem.
Besonderheit: „Frauen-Honig“: unterstützt die Östrogenproduktion, hat eine milchfördernde Wirkung und reduziert die Wechseljahrbeschwerden.

Umgangssprachlich wird er oft nur Kastanienhonig genannt, richtig ist aber Edelkastanienhonig. Die Edelkastanie kennen wir auch als Marone oder Maroni vom Weihnachtsmarkt oder als Esskastanie. Vom Namen ähnlich, aber nicht verwand ist die Rosskastanie, oder auch Bastelkastanie.

Der Honig der Edelkastanie ist etwas besonderes, da die Bienen nicht nur den Nektar aus den Blüten sammeln, sondern auch den süßen Pflanzensaft aus den Blattachseln der Bäume.

Farbe und Konsistenz: Rotbraune Farbe, bleibt lange (zäh-)flüssig.
Geschmack: herb-bittere und harzige Note, weniger süß. Gilt als einer der kräftigsten Honige.
Verwendung: Gut zu herzhaften Käsesorten, Salatdressings und Saucen.
Therapeutische Verwendung: Hohe Konzentration an Antioxidantien und Mineralstoffen.
Wirksamer Wundhonig, ausgeprägteste schmerzlindernde Wirkung unter den Honigarten.
Tonisierend für Leber und Galle, diuretisch für Blase und Prostata, stimuliert das Immunsystem. Beruhigend und entspannend bei Nervenbeschwerden.
Besonderheit: Glykämischer Index in der Regel unter 50. Kann bei erhöhten Blutzuckerwerten und Diabetes eingesetzt werden.

Echter, sortenreiner Fenchelhonig ist sehr selten, eine Rarität. Fenchelknollen werden VOR der Blüte geerntet, damit sie zart bleiben. Fenchelhonig kann also nur bei der Fenchel-Samen Produktion entstehen (für Fencheltee und Fenchel-Öl).
Häufiger im Angebot ist Honig mit Fenchel-Öl. Das spricht nicht gegen den Honig, kann man bei Bedarf aber auch selber machen.
Im Handel findet man auch immer wieder „Fenchelhonig“, der sich als Fenchel-Öl in (Zucker)…..sirup entpuppt. Besser ist die Variante Fenchelsirup in Honig.

Farbe und Konsistenz: rot- bis dunkelbraun und flüssig bis zähflüssig.
Geschmack: hat einen fencheltypischen Geruch und ist nur mäßig süß. Sein Eigengeschmack bleibt jedoch lange auf der Zunge erhalten: warm, holzig, leicht nussig mit einer Fenchelnote im Abgang.
Verwendung:
Therapeutische Verwendung: Husten, Halsschmerzen und Erkältungen. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Blähungen und Verdauungsprobleme. Menstruationsschmerzen.
Besonderheit: Fenchel kann stimulierend auf die Muskulatur der Gebärmutter wirken, deshalb sollte er von Schwangeren zur Sicherheit gemieden werden.

Farbe und Konsistenz: Dezent goldgelbe Farbe, sonnengelb bis bernsteinfarben, cremig, kristallisiert in sichtbaren Körnern.
Geschmack: mild und aromatisch
Verwendung: zum süßen von Desserts
Therapeutische Verwendung: Eingesetzt bei Erschöpfungszuständen und Antriebslosigkeit.
Besonderheit:

Farbe und Konsistenz: gelb-rötlich, über hellbraun bis zu dunkler Farbe. Zähe Konsistenz, geeleartig. Kristallisiert nur langsam.
Geschmack: holzig fruchtiger Geschmack, kräftig, herbe, würzige Note.
Verwendung: in Desserts und selbst angesetzten Likören.
Therapeutische Verwendung: Wirksamer Wundhonig, „heimischer Manuka-Honig“: antibakteriell, antioxidativ und antibiotisch.
Reizlindernd bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit. Lindert Arthrose und Rheuma, gegen Blasenerkrankungen und Müdigkeit.
Besonderheit: Glykämischer Index in der Regel unter 50. Kann bei erhöhten Blutzuckerwerten und Diabetes eingesetzt werden.

Die Blüten haben einen starken und eindeutigen Duft. Aus dem Nektar gewinnen die Honigbienen diesen sortenreinen und sehr aromatischen Honig. Lavendelhonig kommt in der Regel aus der Provence, wo die Felder groß genug für einen Sortenhonig sind.

Farbe und Konsistenz: hell bis weiß. Meistens cremig und weich, manchmal auch fester.
Geschmack: mild, lieblich und aromatisch mit leichter Lavendelnote.
Verwendung: besondere Note für Desserts, Sorbets und Creme brulée, passt zu Sommerfrüchten. Sehr gut auf Brot.
Therapeutische Verwendung: Magen-Darm-Probleme, Kreislaufbeschwerden, Angst und Nervosität, Halsschmerzen.
Besonderheit:

Die Linde ist in gewisser Hinsicht eine besondere Pflanze, da von ihr zwei verschiedene Sortenhonige gewonnen werden können: Der Lindenblütenhonig entsteht aus dem Nektar der Lindenblüten, im Lindenhonig ist auch Honigtau von der Linde enthalten. Lindenhonig ist also kein reiner Honigtau-Honig, sonder eine Blüten-Honigtau-Mischung.

Lindenhonig

Farbe und Konsistenz: Von dunklem Gelb über karamelligem Orange bis zu dunklem Braun, je nach Anteil an Honigtau. Flüssig.
Geschmack: Würzig und blumig im Geschmack. Das blumige kommt vom Nektar, das würzige vom Honigtau.
Verwendung: 
Therapeutische Verwendung: Schweißtreibend (bei Fieber), diuretisch, ausleitend, reizlindernd, blutdrucksenkend und appetitanregend. Empfohlen bei Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen, Erkältungen, Husten, Stirnhöhlenentzündung und Kopfschmerzen.
Kinderhonig bei Stress und seelischen Belastungen.
Sedierend bei Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Burnout.
Besonderheit:

 

Lindenblütenhonig

Farbe und Konsistenz: Grünlich-gelb und helle Farbe, flüssig.
Geschmack: hocharomatisch und kräftig im Geschmack, mit einer minzigen Note.
Verwendung:
Therapeutische Verwendung: Schweißtreibend (bei Fieber), diuretisch, ausleitend, reizlindernd, blutdrucksenkend und appetitanregend. Empfohlen bei Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen, Erkältungen, Husten, Stirnhöhlenentzündung und Kopfschmerzen.
Kinderhonig bei Stress und seelischen Belastungen.
Sedierend bei Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Burnout.
Besonderheit: Glykämischer Index in der Regel unter 50. Kann bei erhöhten Blutzuckerwerten und Diabetes eingesetzt werden.

Da der Löwenzahn häufig mit anderen Wiesenblumen um die Gunst der Bestäuber konkurrenziert, wird eine Sortenreinheit nur selten erreicht. Ein Gebiet mit regelmäßigen Löwenzahn-Honigernten befindet sich im Allgäu, nahe der österreichischen Grenze. Die Hänge und Wiesen bieten sich für den Löwenzahn förmlich an.

Farbe und Konsistenz: sehr hell und goldgelb. Cremig bis fest, kristallisiert sehr schnell.
Geschmack: variiert von mild über kräftig bis zu scharf.
Verwendung:
Therapeutische Verwendung: Regt Stoffwechsel an, stimuliert Nieren und Leber, wirkt verdauungsfördernd, gegen rheumatische Beschwerden.
Besonderheit: Unbedingt echten Löwenzahnhonig verwenden. Häufig wird eine Mischung aus Zuckersirup und Löwenzahnextrakt als Honig verkauft!

 

Bereits beim Öffnen des Glases verströmt dieser Honig seinen Duft. Als Blütenhonig ist der Honig als süß zu bezeichnen und sein Mandelaroma ist nicht vordergründig zu erkennen. Erst beim Abgang kommt das Aroma nach Mandel und Vanille gut zur Geltung. Dieser Honig ist ein toller Frühstückshonig für die ganze Familie.

Farbe und Konsistenz: bernsteinfarben, cremig.
Geschmack: süß bis herber Geschmack mit säuerlich-fruchtiger Note, manchmal leicht zitrusartig.
Verwendung: Zum Backen und für Desserts.
Therapeutische Verwendung:
Besonderheit:

wird hergestllt aus dem Nektar des Manukabaumes, oder auch Südseemyrte genannt (Leptospermum scoparium S.). Anbaugebiet ist Neuseeland. Es wird grob zwischen 3 Arten von Manukahonig unterschieden:

  • Einfacher Manukahonig: ist für den normalen Verzehr geeignet und hat keine übermäßig keimtötende Wirkung. Die größte Menge des hergestellten Manukahonigs.
  • Aktiver Manukahonig: hat einen hohen Anteil an Wasserstoffperoxid, und dadurch eine höhere antibakterielle bzw. keimtötende Wirkung.
  • UMF-Manukahonig: hat zusätzlich zum Wasserstoffperoxid noch andere antibakterielle Inhaltsstoffe. UMF steht im englischen für „unique manuka factor“, also für den einzigartigen Manuka Faktor. Der UMF Wert kann gemessen werden und wird beim Honig angegeben. Je mehr UMF, um so teurer. Durch die Wirkung und den messbaren Wert wird der Manukahonig auch medizinisch eingesetzt. Vor allem bei chronisch infizierten Wunden die nicht auf Antibiotika ansprechen. Auch bei Magengeschwüren, Halsschmerzen, Erkältungskrankheiten, Verdauungsstörungen und Akne.
    Achtung: Die im Handel befindliche Menge an UMF-Honig ist um das 5 – 6 fache größer wie die Produktion.

 

Farbe und Konsistenz: bernsteinfarben bis dunkelbraun
Geschmack: weniger süß, würzig, etwas herb.
Verwendung:
Therapeutische Verwendung: Honig mit der stärksten positiven Wirkung auf die Gesundheit; bei Hautproblemen, Herpes, Neurodermitis, bei Erkältung; gereinigter Honig im Einsatz bei Verbrennungen und Wunden

Auf Gütesiegel achten (MGO min. 250)
Besonderheit:

oder auch Obstblütenhonig.

Farbe und Konsistenz: zart gelb, hell. Flüssig, aber schnell mit feinen Kristallen kristllisierend.
Geschmack: mildes, feines Aroma. Geschmacksnoten abhängig von der jeweiligen Obstblüten.
Verwendung: In Tees, Salaten, Dressings.
Therapeutische Verwendung:
Besonderheit:

Die Phacelia ist, ähnlich dem Raps, in der Lage Unmengen an Nektar zu produzieren. Dehalb hat sie auch die Namen Bienenweide, Bienenfreund und Büschelblume. Bei uns für die Bienen oder als Gründüngung ausgesät, gilt sie in Mittelamerika als Naturheilmittel.

Farbe und Konsistenz: sehr hell, fast weiß. Erinnert an Akazienhonig.
Geschmack: frisch und fruchtig. Zählt zu den aromatischsten Honigen der Welt.
Verwendung: in Tees, Dressings Saucen oder als Topping.
Therapeutische Verwendung: vitalisierend und entzündungshemmend. Mit vielen Antioxidantien, Phenolen, Enzymen.
Besonderheit:

Beim Einkauf ist wichtig, dass die Felder für den Honig biologisch bearbeitet wurden!

Farbe und Konsistenz: Helle bis weiße Farbe, perlmuttfarben. Cremige Konsistenz, kristallisiert sehr schnell, manchmal in Tagen.
Geschmack: milder Geschmack mit dezenten Aromen, angenehme Süße.
Verwendung: Süßen von Joghurt, Milch und Müsli.
Therapeutische Verwendung: Reizlindernde Wirkung für die Hals- und Magenschleimhäute. Beruhigend, ausgleichend, entspannend.
Tonisiert Leber und Nieren, reguliert die Darmaktivität, Wundhonig in der traditionellen Erfahrungsmedizin.
Durch den hohen Traubenzuckeranteil sehr schneller Energielieferant.
Besonderheit: wenig Säure (ideal für Kinderarzneien). Glykämischer Index in der Regel unter 50. Kann bei erhöhten Blutzuckerwerten und Diabetes eingesetzt werden.

Farbe und Konsistenz: hell,gelb bis bernsteinfarben flüssig.
Geschmack: mild und blumig.
Verwendung: In mediterranen Gerichten, zum süßen von Joghurt und Süßspeisen.
Therapeutische Verwendung: Verdauungsprobleme
Besonderheit:

 

Farbe und Konsistenz: Hellgelb bis dunkel bernsteinfarben. Flüssig, aber meist schnell kristallisierend.
Geschmack: fruchtiges, aromatisches und delikates Aroma, nicht sehr kräftig.
Verwendung: Zu Käse und für herzhafte Gerichte.
Therapeutische Verwendung: Bei Husten und Halsschmerzen, gegen Verdauungsprobleme
Besonderheit:

Auch hier ist Bioanbau wichtig! Der Honig ist sehr sauer, pH-Wert 3,5. 

Farbe und Konsistenz: hellgelb bis orange, cremig kristallisiert schnell aus.
Geschmack: kräftig aromatisch, leicht säuerlich, aber angenehm.
Verwendung: Salatdressing, herzhafte Gerichte.
Therapeutische Verwendung: Wirkt lindernd bei Verdauungsstörungen.
Besonderheit:

Farbe und Konsistenz: Hellbraun-rötliche Färbung. Cremige Konsistenz, kristallisiert schnell aus.
Geschmack: Geschmack nach Kräutern, intensiv-würziges Aroma.
Verwendung: Zu Schafskäse, süße Note in herzhaften Gerichten, zu mediterraner Küche.
Therapeutische Verwendung: Hilft bei Nervenschwäche. Gute antiseptische Wirkung, eingesetzt bei Infektionskrankheiten, Atemwegsbeschwerden, Krankheiten des Magen-Darmtraktes und bei chronisch infizierten Wunden.
Besonderheit:

Entsteht nicht wie die meisten Wladhonige aus Honigtau, sondern aus den Blüten von Waldfüchten. gelblich bis bräunliche Farbe, angenehm im Geschmack. Gegen Mund- & Halsschmerzen, sowie bei Verstopfung.
Zum Waldblütenhonig gehören:

  • Brombeerblütenhonig: goldgelbe Farbe und angenehmer Geschmack
  • Himbeerblütenhonig: charakteristische weißliche Färbung (meist aus Skandinavien)
  • Heidelbeerblütenhonig: Farbe wie heller Bernstein bis zu gelblich. Angenehmer zarter Heidelbeergeschmack.
  • Weißdornblütenhonig: spezifischer, angenehmer Geschmack.
  • Waldblütenhonigmischung

 Honigtau-Honig

Honigtauhonig wird, wie der Name schon sagt, nicht aus Blütennektar gewonnen, sondern aus Honigtau. Honigtau ist dabei eine bessere Beschreibung wie die Ausscheidung bzw. ein Nebenprodukt der Blattläuse und Blattwanzen. Wir kennen den Honigtau im Sommer manchmal wenn wir das Auto unter einem „falschen“ Baum geparkt haben und lauter klebrige Tropen darauf sind. Die Insekten saugen den Pflanzensaft an, um an verschiedene Nährstoffe zu gelangen. Dabei erhalten sie aber mehr Kohlenhydrate (Zucker) wie sie verarbeiten können. Da sie auch keine Speicherfunktion (Fettgewebe) haben, wird die überschüssige klebrige Substaz direkt wieder ausgeschieden. Dies sammeln die Bienen um daraus einen eigenen Honig zu machen.

Die chemische Zusammensetzung ist etwas anders als die des Blütenhonigs. So finden sich im Honigtauhonig zum Beispiel auch: Melizitose, Pentosane, Gummistoffe, Schleimstoffe, Pektine und eine Vielzahl von Mineralsalzen.

Je nach Quelle des Honigtaus kann der Honig süß, leicht bitter oder pikant schmecken. Oder auch zusammenziehend wirken.
Der Honig ist meist dunkel, in Brauntönen, manchmal mit grünlichen, rötlichen oder schwarzen Nuancen. Die Leitfähigkeit des Honigs ist höher (chemisches Unterscheidungsmerkmal), die Kristallisation kann früh beginnen. DerHonig ist zähflüssig, klebrig, und alkalischer (pH-Ert 5,9 – 7,8) als Blütenhonig.

Farbe und Konsistenz: gelbbraun, zähflüssig, kristallisiert sehr langsam.
Geschmack: würzig bis malzig, nicht besonders süß, riecht spezifisch nach Nadelholz
Verwendung: auf dem Brot, zum süßen von Speisen und Salaten.
Therapeutische Verwendung:
Besonderheit:

Farbe und Konsistenz: kräftig dunkelbraun.
Geschmack: würzig und aromatisch.
Verwendung: zum Verfeinern von Desserts, auch zu herzhaften Gerichten, zum Süßen von Tee.
Therapeutische Verwendung: gegen Erkältung und Husten, für Durchblutung und Immunsystem.
Besonderheit:

Eine allgemeine Mischung von Rinden- & Schildläusen von Fichte, Dougasie, Kiefern und Tannen.
Hoher Anteil an Antioxidantien, zellschützenden Aktivität.
Hoher Anteil an Mikronährstoffen und Mineralien.

Farbe und Konsistenz: hat eine hell- bis dunkelbraune Farbe. Flüssige Konsistenz, kristallisiert nur langsam aus.
Geschmack: kräftiger, würziger, meist herb, karamellisch-aromatischer Geschmack.
Verwendung: aromatischer Zuckerersatz zum Backen und Kochen.
Therapeutische Verwendung: Sehr guter heimischer Wundhonig. Wirkt gastroprotektiv gegen Ulcus, Gastritis und Helicobacter pylori.
Reizlindernd bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit. Auswurffördernd bei Husten, stärkt die Gedächtnisleistung.
Tonisiert Lunge und Magen, steigert die Immunabwehr. Entspannend, sedierend und schlaffördernd bei Stress und Nervenaffektionen.
Besonderheit:

oder auch Weißtannenhonig.

Farbe und Konsistenz: von rotbrauner / dunkelbrauner Färbung bis zu grünlich-schwarzer Farbe. Bleibt viele Monate, manchmal auch Jahre flüssig.
Geschmack: Herb, kräftig und würzig, aber mit feinerer Süße als andere Waldhonige.
Verwendung: zu Käse, zum Verfeinern von Desserts, zu herzhaften Speisen.
Therapeutische Verwendung: durch ätherische Öle besonders bei Bronchialerkrankungen.
Besonderheit:

Farbe und Konsistenz: rotbraun bis dunkelbraun. Flüssig, kristallisiert nur langsam aus.
Geschmack: mildwürzig, leicht harzige Note, malziges Aroma.
Verwendung:
Therapeutische Verwendung: Besonders gut gegen Erkältungskrankheiten, schleimlösend.
Besonderheit:

Exoten und Raritäten

Neben den oben ausführlicher beschriebenen Honigsorten gibt es natürlich noch viele andere. Z.B.:

Affodillhonig, Ahornhonig, Avocadohonig, Baumheidehonig, Borretschhonig, Distelhonig, Efeuhonig, Eichenhonig, Erdbeerbaumhonig, Erikahonig, Eukalyptushonig, Frühtrachthonig, Götterbaumhonig, Heidelbeerhonig, Himbeerhonig, Jellybush-Honig, Kamahi-Honig, Karibikhonig, Kleehonig, Korianderhonig, Kornblumenhonig, Kürbisblütenhonig, Lederbaumhonig, Luzernehonig, Majoranhonig, Marmeleiro-Honig, Mesquitehonig, Mimosenhonig, Mispelhonig, Moltebeerhonig, Orangenblütenhonig, Pohutukawa-Honig,Quillaja-Honig, Rata-Honig, Rewarewa-Honig, Seidenpflanzenhonig, Sidr-Honig, Sommerblütenhonig, Spargelblütenhonig, Tamariskenhonig, Tawari-Honig, Ulmo-Honig, Urwaldhonig, Weißdornhonig, Wildblütenhonig, Yucatan-Honig, Zitronenblütenhonig

Grundsätzlich macht es Sinn den Honig vor Ort zu kaufen. Nicht nur, dass eine gute Beziehung zum Imker vor Ort sehr hilfreich und interessant ist. Auch ist es ökonomisch und ökologisch sinnvoll.Bei Sortenhonigen wird es aber in der Regel unmöglich vor Ort einzukaufen.

Von da her hier ausnahmsweise ein Link für eine Möglichkeit Online zu kaufen. Dies ist kein Affiliate-Link, ich bekomme kein Geld dafür. Ich habe auch noch keinen Honig dort gekauft, da ich den heimischen Honig bei Bedarf mit ätherischen Ölen aufwerte. Der Link ist nur ein kleiner Service: honig-vom-rest-der-welt

Bei weiteren Fragen zum Honig, zur Apitherapie und deren Verwendung nimm einfach Kontakt zu mir auf. 

Gerne auch, wenn Du weitere Fragen hast zur Aromatherapie im Alltag, ätherischen Ölen, einen gesunden Lebensstil, oder der Frage, wie man damit Geld verdienen kann.

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