Affirmationen & positive Gedanken

Schriftzug "Think positive"

Wie Affirmationen und positive Gedanken wirken,
und wie Du sie praktisch anwenden kannst.
Mit Beispielen und Anregungen.

Unsere Sprache ist natürlich in erster Linie ein Kommunikationsmittel. Sie ist aber weit mehr. Vor allem, wenn wir Kommunikation weiter begreifen als nur den Informationsaustausch zwischen zwei Menschen. Und es geht ja nicht nur um Informationen im abstrakten Sinn. Es geht auch um Ideen, Visionen und Emotionen. Und natürlich gehört zur Kommunikation auch der große Bereich der nonverbalen Kommunikation. 

Ich denke die meisten werden zustimmen, dass die Qualität der Kommunikation wichtig ist für den Beruflichen Erfolg. Und auch, dass die Qualität der Kommunikation entscheidend ist, für die Qualität von Beziehungen. Und genau so bestimmt die Qualität der Kommunikation mit sich selber auch darüber, wie glücklich Du in Deinem Leben bist.

Affirmationen

Bei den Affirmationen geht es darum, sich selbst mit der eigenen Sprache positiv zu beeinflussen. Manch einer wird sich jetzt vielleicht fragen ob, und in wie weit das funktioniert. Ja, es funktioniert. Wie gut, das können wir uns beispielhaft am US Präsident Donald Trump anschauen. Ich habe keine Ahnung wie oft er zu sich selber gesagt hat, dass er der beste und größte von allen ist, aber er glaubt es sich. Und nicht nur dass, er hat es so sehr verinnerlicht, dass auch die Realität ihm nichts anhaben kann. Jede Faser seines Körpers trägt seine Einstellung nach aussen. Und auch seine Anhänger lassen sich so stark davon beeinflussen, dass auch sie die Realität als unwichtige Nebensache abtun.

einJetzt ist Donald Trump sicherlich streitbar, aber er verdeutlicht in diesem Punkt einfach die Möglichkeiten. Und die können wir auch für uns nutzen. In einem besseren, positiveren Sinne. Hier ist ein anderes Beispiel welche Kraft Sprache hat: denke mal nach, welche Wirkung Kritik und Lob auf unseren Geist und unsere Emotionen haben. Vor allem, wenn sie sehr deutlich und klar ausgesprochen werden. Es zieht und runter, oder baut uns auf. Und diesen Aufbauenden Effekt können wir auch nutzen, wenn wir mit uns selber sprechen. Vereinfacht ausgedrückt hört das Bewusstsein wer mit uns spricht. Das Unterbewusstsein hört nur den Inhalt. Und den können wir eben selber beeinflussen. 

Affirmationen sind lebensbejahende, positiv wertende und stärkende Sätze. Sie helfen uns dabei, Wünsche Realität werden zu lassen. Wir sagen sie uns selber vor, wiederholen sie, und sorgen so mit der Zeit dafür, dass das Unterbewusstsein zweifelsfrei versteht, was wir wirklich wollen.
Die Experten streiten sich noch um genaue Zahlen, aber nur zwischen 1 – 5 % unserer Gedanken und Handlungen sind bewusst. Der Rest ist unterbewusst. Alexander Hartmann nennt es „den Elefanten“. Das Bild dazu ist sehr gut zu verstehen: Wenn Du auf einem Elefanten reitest und willst nach rechts, der Elefant aber nach links, dann wird er nach links gehen. Weil der Elefant viel mächtiger ist wie Du, musst Du ihm also klar machen, dass Du nach rechts willst. Du wiederholst es also so lange, bis der Elefant sich denkt „OK, der will wirklich nach rechts. Also gut, gehen wir nach rechts“.
Ist der Elefant dann einmal in die Richtige Richtung unterwegs, hält ihn allerdings auch kaum etwas auf.

Positive Gedanken

Auch das Denken gehört in den Bereich der Kommunikation, denn es ist ein „Auditiver-Prozess“. Will heißen: wir hören unsere Gedanken im Kopf. Und es macht einen großen Unterschied, ob wir dauernd etwas negatives Denken, oder etwas positive. Und wenn wir schon denken, warum nicht gleich positiv?

Positive Gedanken sind so zu sagen die Geschwister zu den Affirmationen. Beide unterstützen sich gegenseitig. Es steckt aber ein bisschen mehr dahinter wie nur zu sagen „Alles wir gut!“. Um wirklich positiv zu denken gibt es 5 Grundregeln. Diese wenden wir im übrigen auch bei den Affirmationen an:

  1. Keine Negationen! Also kein „nein“, kein „nicht“, usw. Warum? Denke jetzt bitte einmal nicht an einen bunten Hund, der mit einem roten Ball spielt. Und? Eben, können wir nicht. Wir denken automatisch an das, was wir hören und die Verneinung wird ignoriert. Denke ich also „ich bin nicht hässlich“, bleibt im Kopf nur „hässlich“ übrig. Also keine Negation und positiv formulieren: „Ich bin schön!“. 
  2. Nur eindeutig positiv definierte Wörter verwenden! Das ist was ähnliches wie die Negation. Auch wenn ich mir sage „Ich bin schuldenfrei / sorgenfrei“, habe ich diese negativ besetzten Wortteile „Schulden“ bzw. „Sorgen“. Besser ist: „Ich habe genug Geld“ / „Mein Konto ist im Plus“, usw.
  3. In der Gegenwart formulieren. Also „Ich bin …“ nicht „Ich werde…“. Die Gegenwartsform, besonders dann wenn sie mit dem starken Wort ich kombiniert ist, spricht unser Unterbewusstsein viel tiefer und intensiver an. Es setzt den Focus, zu dem das Unterbewusstsein die Energie leitet. Und es zwingt das Unterbewusstsein jetzt damit anzufangen. Zukunftsformen bedeuten unterbewusst jedoch, dass noch Zeit ist bis dahin, da kann man erst einmal abwarten…
  4. Konkret formulieren. Z.B. „Ich wache morgens erholt und gut gelaunt auf!“. Das ist nachweislich viel stärker wie „Morgen wird’s besser“. Oder: „Ich wiege eine Woche vor dem Urlaub XX Kilogramm.“ Das ist klar, das ist terminiert, das ist überprüfbar. Da hat das Unterbewusstsein einen ganz klaren Auftrag. Was soll es aber anfangen mit „Ich werde abnehmen.“, oder noch schlimmer: „Ich müsste mal abnehmen“.
  5. Formuliere realistische Sätze. Da heisst nicht, dass Du nicht träumen darfst oder sehr weit gesteckte Ziele denken darfst. Es bedeutet viel mehr, dass es Dinge sind, die in Deinem Einflussbereich liegen. Du kannst an Dir arbeiten, Du kannst aber nicht das Wetter beeinflussen („Ich werde den ganzen Sommer bei strahlendem Sonnenschein ….“). Und Du kannst auch andere Menschen nur sehr bedingt beeinflussen. Sage Dir also nicht „Ich bin glücklich und zufrieden in meinem Job.“, wenn das in erster Linie von Deinem Chef abhängt. Dann sage Dir lieber: „Ich erfülle meine Aufgaben mit großer Sorgfalt und Zufriedenheit. Ich werde jeden Tag besser.“ Denn das hast Du in der Hand.

Der Übergang zwischen Affirmationen und positiven Gedanken, bzw. positivem Zuspruch ist natürlich fließend. Und auch das können wir ausnutzen. Natürlich können wir unsere ausgesuchten Affirmationen in entsprechenden Situationen auch anwenden („Ich bin ruhig und gelassen!“), auch wenn es dann vielleicht gedacht besser ist wie gesprochen. Aber wir können uns natürlich aufbauende, zusprechende Gedanken ganz spontan sagen. Ein sehr nützlicher Satz um besser ins Tun zu kommen ist z.B.: „Ich mach’ das jetzt!“.

In einem Beispiel: Ich habe das Ziel im Sommer am Strand ein tolle Figur zu machen mit einer feschen Badehose. Um mich bei dem Ziel zu unterstützen suche ich mir ein paar Affirmationen aus, die ich in meine Morgen- & Abendroutine einbaue. Ich visualisiere wie sich am Strand Frauen nach mir umschauen und Männer neidische Gesichter machen. Ich spüre hinein, wie toll sich das anfühlt. Jetzt gehe ich in das Wohnzimmer. Und was passiert? Richtig, nix. Aber was passiert wenn ich, z.B. an einem Fitnesscenter vorbeigehe? Mein Unterbewusstsein schickt mir den Impuls „Gehe rein und melde Dich an!“. Jetzt habe ich maximal 5 Sekunden diesem Impuls zu folgen, bevor das Bewusstsein anfängt nach Ausreden zu suchen. Das Bewusstsein meint es dabei durchaus gut mit Dir und will Dich grundsätzlich vor Veränderung schützen, weil sie gefährlich oder unangenehm sein könnten. Und jetzt nutze diesen Impuls und sage Dir direkt „Ich mach das jetzt!“. Und mache das immer und immer wieder wenn der innere Schweinehund kommt und lieber auf die Couch will. 

Praktische Anwendung

Suche Dir aus den Beispielen unten eine oder mehrere heraus, die sich für Deine Situation, Dein Problem gerade stärkend anhören. Oder formuliere eigene Affirmationen. Spreche die Affirmation wenigsten (!) drei mal am Morgen und am Abend laut aus. Morgens und Abends ist Dein Unterbewusstsein am Aufnahmefähigsten. Gerne aber auch zwischendurch im Tag. Einfach so, oder wenn es die Situation sinnvoll macht. Und vor allem, glaube daran! Spreche sie laut, klar, deutlich und mit Überzeugung aus. Es fühlt sich am Anfang vielleicht ein wenig merkwürdig an, aber das vergeht normaler Weise schnell. Und spürst Du erst einmal die positive Wirkung, geht es eh wie von alleine. Je mehr Sinne Du einbeziehen kannst, um so besser. Lege z.B. eine Hand auf den Bauch und spüre, wie es sich anfühlt die Affirmation zu sagen. Oder schreibe sie auf, dass Du dabei Bewegungen machst, und die Worte siehst. Und am aller besten: Fühle Dich hinein wie es sich anfühlt, wenn Du die Affirmation real umgesetzt hast. Denn die Emotionen sind unsere stärksten Motivationen. Sprich sie also so aus, dass du dabei etwas spürst. Visualisiere es während dem Sprechen / Schreiben vor Deinem inneren Auge. Z.B. wie Du locker und leicht voller Energie am Morgen die Stiege herauf oder herunter „tänzelst“.

Du kannst Dich auch mit einem ätherischen Öl unterstützen und konditionieren. Unterstützen bedeutet in dem Falle, dass Du Öle und Mischungen benutzen kannst, die Dir z.B. dabei helfen, die entsprechenden Emotionen zu wecken, zu fördern, zu verstärken, oder los zu lassen. Konditionieren bedeutet folgendes: Verknüpfe eine bestimmte Situation oder ein Gefühl immer wieder mit dem selben Duft, oder der selben Musik. Z.B. vollkommene Entspannung beim Lesen, oder ein starkes Gefühl nach den Affirmationen. Kommst Du dann in eine angespannte Situation, benutzt Du den Duft, oder das Lied, um im Unterbewusstsein automatisch wieder die Entspannung, bzw. die Stärke hervorzurufen.

Mache die Affirmationen zu Deiner täglichen Morgen- & Abendroutine. Behalte sie für einen Monat bei, damit sie wirklich in Dein Unterbewusstsein eindringen können. Natürlich kannst Du dann, wenn Du merkst dass eine Affirmation ihren Dienst getan hat, sie durch eine andere ersetzen. 

Wenn Du Schwierigkeiten hast, Dir Affirmationen auszusuchen, versuche sie vor einem Spiegel: Schaue Dir tief in die Augen und spreche sie mit Überzeugung aus. Die Frage ist nicht, ob Du Dich (gerade am Anfang) wohl fühlst dabei. Die Frage ist, ob Du Dir dabei in die Augen schauen kannst, oder weg schaust. In dem Fall ist es vielleicht noch nicht die richtige Affirmation für den Moment. Dann fange mit etwas anderem an, aber probiere es später noch einmal!

Beispiele und Anregungen

Wenn Du noch Fragen dazu hast, oder gerne eine unverbindliche Beratung hättest, dann melde Dich bitte einfach bei mir.