Die passende Diffusor-Auswahl

Desert Mist Diffusor in Funktion.

Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, ätherische Öle zu diffundieren, bzw. zu zerstäuben. Da ist die passende Diffusor-Auswahl manchmal gar nicht so leicht. Ich möchte hier einen kleinen Überblick und eine Entscheidungshilfe geben, über die verschiedenen Möglichkeiten mit den dazu gehörenden Vor- & Nachteilen.

Duftlampen

Die wohl bekannteste und verbreitetste Art Öle zu diffundieren. Allerdings nicht unbedingt die beste. Duftlampen haben den Vorteil, dass sie in der Regel nett aussehen und dass es sie in den unterschiedlichsten Designs und Materialien gibt. Allerdings haben sie auch gravierende Nachteile:

  • Kerzen (in der Regel sind es Teelichter) können gefährlich werden. Besonders wenn Kinder, Tiere oder demente Menschen mit im Haushalt wohnen. Ausserdem sind Teelichter fast immer aus billigem Paraffin oder ähnlichen Stoffen hergestellt. Bei dem Abbrennen entstehen ungesunde Gase, Rauch und Feinstaub.
Duftlampe mit Teelicht
  • Auch das Wasser kann mit Tieren und Kindern ein Problem werden, bzw. schnell einmal Schäden auf den Möbeln verursachen. Bei Tieren, vor allem bei Katzen, ist zu bedenken, dass eine umgeschmissene Duftlame auch einmal im Fell landen kann. Leckt sich die Katze dann das Fell sauber, nimmt sie die Reste des Öls oral auf. Das kann je nach Öl und Menge ernste medizinische Folgen haben!
  • In der Regel werden die Öle in dem Wasser zu warm. Dadurch „verbrennen“ viele gute und gesunde Inhaltsstoffe der ätherischen Öle und stehen uns dann nicht mehr zur Verfügung.
  • Die Duftverteilung ist sehr ungleichmäßig. Am Anfang sehr viel und sehr stark, dann schnell immer weniger.

Diffusoren mit Strom

Bei den elektrischen Diffusoren gibt es im groben zwei verschiedene Konzepte: mit und ohne Wasser.

Desert Mist Diffusor in Funktion.

Kaltwasser-Diffusoren

Bei Kaltwasser-Diffusoren wird das ätherische Öl in ein Behälter mit Wasser gegeben. Über eine Membran wird ein Nebel erzeugt, der mit einem kleinen Ventilator in die Luft gebracht wird. Sie sind vielleicht nicht so romantisch wie eine Duftlampe mit Kerze, aber inzwischen gibt es sie auch in eine großen Auswahl verschiedener Design. Von verspielt, über modern bis zu Varianten für Kinder. In der Regel haben sie auch verschieden Lichtfarben und -effekte mit eingebaut.

Die Diffusion ist (bei anständigen Geräten) sehr gut und recht gleichmäßig. Das heisst, dass die Öle über einen längeren Zeitraum gleichmäßiger an die Luft abgegeben werden.

Sie eignen sich sehr gut für eine starke Beduftung und für eine sehr gute Verteilung im Raum. Aber Nachteile haben auch sie:
– Abhängigkeit vom Strom. Ohne Steckdose geht es nicht. Dadurch sind sie nicht überall einsetzbar. Sie arbeiten in der Regel in einem Bereich zwischen 5 und 24 Volt. Das birgt für uns Menschen keine große Gefahr, für Tiere die gerne an Kabeln knabbern ist das aber nicht geeignet.
– Auch hier kann das Wasser ein Problem sein wenn ein Diffusor umkippt oder nicht richtig zusammengesetzt wird. Bei den meisten Geräten fasst das Gefäß 150 – 250 ml, was schon beachtliche Schäden an Möbeln hinterlassen kann, wenn man es nicht schnell genug merkt.
– Die Geräuschkulisse. Kaltwasser-Diffusoren arbeiten konstruktionsbedingt einfach nicht geräuschlos. Ob oder wie sehr das stört muss jeder selber entscheiden. Aber auf dem Nachkasten oder dem Schreibtisch kann das schon störend sein.

Wasserlose Diffusoren

Bei elektrischen Diffusoren ohne Wasser wird in der Regel ein Öl-Fläschchen direkt in das Gerät eingesetzt und quasi aus der Flasche heraus diffundiert. Dies geschieht auf Grund der Konzentration in der Regel immer nur in kurzen Stößen in bestimmten Abständen.
Die Auswahl in diesem Bereich ist eher beschränkt. Was vielleicht auch an den verschiedenen Nachteilen liegt. Diese sind allerdings Bauartbedingt recht unterschiedlich. Die Handhabung ist jedenfalls nicht ganz unproblematisch, so dass sie sich nicht in der Masse durchgesetzt haben.

Diffusoren mit Lava und Filz

Grundsätzlich kann jedes natürliche Material mit ätherischen Ölen betropft, bzw. beduftet werden. Ein Saugfähiges Material hat jedoch den Vorteil, dass das Öl in die Poren oder Hohlräumen eindringen kann, und dann erst wieder über einen viel längeren Zeitraum abgegeben wird. Filz ist in dem Fall eine Ausnahme, da es auch als eines der sehr wenigen künstlichen Materialien gut funktioniert.
Die Vorteile von Diffusoren auf Basis von Lavasteinen und Filz liegen klar auf der Hand:

Lava-Diffusor mit Ölen

– Stromlos, daher überall einsetzbar
– Gefahrlos, da ohne Strom, Kerzen und Wasser
– Unheimlich flexibel in Form, Farbe und Verwendung (z.B. auch als AromaSchmuck oder Fumidor)
– Sehr gut einsetzbar in kleinen Räumen oder lokal begrenzt, z.B. auf dem Schreibtisch im Großraumbüro wo man nicht den ganzen Raum beduften will.
– Sehr gut einsetzbar für eine dezente, unterschwellige Beduftung.

Ganz ohne Nachteile geht es aber auch hier nicht:
– Nicht geeignet für die Beduftung großer Räume, bzw. für eine starke Beduftung.
– Durch die geringe „Leistung“ für manche Einsätze nicht gut geeignet, z.B. für eine Luftreinigung nach dem Besuch eines Rauchers, oder für eine antimikrobielle Raumreinigung
– Je nach Empfindlichkeit der Nase zu schwach in der Duftentwicklung.

Hier ist allerdings anzumerken, dass die meisten Öle ihr Wirkung schon unterhalb der Wahrnehmungsschwelle beginnen. D.h., sie entfalten ihre Wirkung schon bevor wir sie bewusst wahrnehmen. Es hängt also auch von der Frage ab, ob ich Duft, Wirkung, oder beides haben will.
Eine Auswahl an Diffusoren mit Lava-Steinen findest Du hier.

Raumspray

Sprühflaschen zur Zerstäubung

Eine recht einfach Lösung für zwischendurch: In einer Sprühflasche wird Wasser mit den ätherischen Ölen gemischt (vor dem Gebrauch kurz aber kräftig aufschütteln) und in die Luft gesprüht. Der Nachteil liegt auf der Hand, man kann nicht so einfach den Duft wechseln, oder man muss sich viele Flaschen besorgen.

Die häufigste Anwendung für Duftsprays ist wohl als Luftreiniger (Febreze Ersatz) in der Toilette. Oder im Wohnbereich nach dem Besuch eines Raucher, bei „nassem Hund“, etc.

 Raumsprays eignen sich sehr gut für einen schnellen, kurzen Einsatz, haben aber keine „Langzeitwirkung“.

Sonstige Diffusoren

Es gibt noch einige Nischenprodukte, zum Beispiel:

Diffusor als „USB-Stick“

Grundsätzlich eine sehr praktische Sache für Unterwegs und den Schreibtisch. Die meisten arbeiten mit einem kleinen Öltank, aus dem Das Öl mittels einer art Docht zu der Membran gezogen wird, an der das Öl diffundiert wird. Das funktioniert in der Regel auch ganz gut, zwei grundsätzliche Probleme bleiben aber:

  • Bei harzhaltigen, dickeren Ölen verklebt mit der Zeit meist die Membran und arbeitet nicht mehr einwandfrei.
  • Zum Transport müssen die Öltanks meist heraus genommen werden und separat verschlossen und verstaut werden, da sie sonst auslaufen.
USB-Diffusor, eingesteckt

Auto-Diffusoren

Die meisten Auto-Diffusoren arbeiten ähnlich wie AromaSchmuck mit Filzpads. Sie werden auf die Lüftungsschlitze gesteckt und so verteilt sich der Duft gut und schnell im Auto. Es gibt auch Varianten mit einem Vorratstank. Der große Nachteil bei einem Auto ist und bleibt aber die Lagerung des Öls. Am einfachsten und besten wäre es natürlich, das Öl direkt griffbereit in der Nähe zu haben. Aber gerade im Sommer wenn das Auto einmal in der Sonne steht und sich aufheizt, wird es für die ätherischen Öle einfach zu warm.

Ventilatoren

Ab und an sieht man auch „Aroma-Ventilatoren“. Zumindest auf Bildern. Ich habe noch keinen direkt gesehn und in Augenschein nehmen können, deshalb kann ich nicht viel dazu sagen. Die Bilder sahen jedenfalls so aus, dass es berechtigte Gründe gibt, warum sie auf dem Markt nicht weit verbreitet sind.

Bei weiteren Fragen zu Diffusoren und deren Verwendung nimm einfach Kontakt zu mir auf. 

Gerne auch, wenn Du weitere Fragen hast zur Aromatherapie im Alltag, ätherischen Ölen, einen gesunden Lebensstil, oder der Frage, wie man damit Geld verdienen kann.